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Wusstest Du schon, dass zum Färben von gekochten Eiern keine Farben aus dem Malkasten oder gar Filzstifte verwendet werden dürfen?


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Abbildung dass zum Färben von gekochten Eiern keine Farben aus dem Malkasten oder gar Filzstifte verwendet werden dürfen?
Diese Farben können giftig sein und teilweise Lösemittel enthalten! Durch die poröse und rissige Eischale gelangen diese so in das Ei.

Zur Osterzeit werden in Bio-Läden und Supermärkten bereits gefärbte Eier angeboten. Dir bleibt die Wahl zwischen Naturfarben und eher grellen künstlichen Lebensmittelfarben. Beide sind aber zugelassene Lebensmittelfarben, die zur Färbung der Eischale verwendet werden dürfen. Jedoch können die zugelassenen Azofarbstoffe Pseudoallergien auslösen und für die Hyperaktivität bei Kindern verantwortlich sein.

Seit 2010 wird - ohne dass ein tatsächlicher wissenschaftlicher Nachweis besteht - bei der Verwendung von Azofarbstoffen in Lebensmitteln ein Warnhinweis verlangt: “kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“

zugelassene Azofarbstoffe für Lebensmittel:
E 102 = Tartrazin (gelb)
E 104 = Chinolingelb (gelb)
E 110 = Gelborange S (orange)
E 122 = Azorubin (rot)
E 151 = Brillantschwarz (blau)

Die europäische Öko-Verordnung erlaubt zum Färben der Eischale alle zugelassenen Lebensmittelfarbstoffe*. Nach Demeter sind lediglich färbende Lebensmittel und natürliche Farbstoffe zugelassen.

Die natürlichen Farb-Alternativen, die lebensmittelrechtlich zugelassen sind:
E 100 = Kurkumin (Gelbwurz) (gelb)
E 120 = Cochenille (rot)
E 132 = Indigokarmin (blau)
E 140 = Chlorophylle (grün)
E 141 = Kupferhaltiger Komplex der Chlorophylle (grün)

Diese natürlichen Farben gibt es gebrauchsfertig zu kaufen und enthalten lediglich noch Salz, damit der jeweilige Farbstoff besser auf das weiße Ei aufzieht.

Solltest Du Bedenken zur Verwendung von Farbstoffen haben, kannst Du aus den nachfolgenden Lebensmitteln einen Sud zubereiten um die weißen Eier darin zu kochen und gleichzeitig zu färben. Die Farb-Ergebnisse sind nicht immer zufriedenstellend. Man braucht sich dabei nur an die Küchenerfahrung zur Herstellung von Blau- bzw. Rotkraut zu erinnern. Beispielsweise haben die Mitarbeiter der „Alten Sonnen- Apotheke“ ihre Erfahrungen zum Färben mit Pflanzenmaterialien in das Internet gestellt. Grelle, intensive Farbergebnisse solltest Du bei diesem Verfahren nicht erwarten.

Färbende Lebensmittel (Beispiele): Gelb = Kamille, Safran; Orange = Roibush-Tee; Rot = Rote Bete-Saft; Braun: Zwiebelschalen, Schwarztee; Grün = Spinat; Violett = Rotkohl; Blau = Holundersaft.

Den Glanz auf dem gefärbten Eierreicht man durch Einreiben mit Fett oder einer Speckschwarte.

Quellen:

Verordnung (EG) 889/2008 (Öko-Erzeugnisse -DurchführungsVO) Art. 27 Abs. 1d i.V. m. Art. 2 Abs. 9 Richtlinie 94/36 EG (Farbstoffrichtlinie) Anhang I (Liste der Lebensmittelfarbstoffe)

Weblink: http://www.oekolandbau.de (Verzeichnis der Kontrollbehörden der Bundesländer)

http://www.alte-sonnen-apotheke.de/html/osterei.html

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