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Wusstest Du schon, dass sich Weihnachtsbäume nicht nur durch ihre Art unterscheiden?


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Abbildung dass sich Weihnachtsbäume nicht nur durch ihre Art unterscheiden? Im Elsass wurden erstmals kleine immergrüne Bäume in den Weihnachtszimmern aufgehängt. Ende des 16. Jahrhunderts schmückten die Bremer Handwerkszünfte erstmals einen Christbaum. Ab dem 18. Jahrhundert gab es immer mehr Weihnachtszimmer in denen ein geschmückter Baum stand. Wie beim Adventskranz steckt man ihm rote Lichter auf, damit er den dunkelsten Monat erleuchte. Nur in Spanien gibt es keinen Weihnachtsbaum, -dort wird stattdessen eine Krippe aufgestellt.

In Deutschland werden jährlich etwa 28 Millionen Christbäume verkauft. Um den Bedarf zu decken, werden sie in speziellen Kulturen gezogen, Früher waren Christbäume noch ein Nebenprodukt der Forstwirtschaft und stammten in der Regel aus den heimischen Wäldern. Das Schlagen der Weihnachtsbäume war sozusagen Teil der Waldpflege, indem schwächere Bäume aus den dichten Jungbeständen entnommen wurden. Dadurch bekamen die verbleibenden Bäume mehr Licht und Platz und konnten sich besser entwickeln. Nur etwa 15 Prozent aller in Deutschland gehandelten Weihnachtsbäume werden noch von Waldbetrieben verkauft. Aber auch diese Bäume stammen häufig nicht direkt aus dem Wald, sondern wachsen auf Sondernutzungsflächen (z. B. auf durch den Wald führenden Trassen für Hochspannungsleitungen oder Gas-Pipelines) oder auf zum Forstbetrieb gehörenden Landwirtschaftsflächen.

Daher bietet sich der Kauf eines Baumes aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen an.

Zwar werden immer weniger Christbäume aus Finnland, Dänemark und anderen nordischen Ländern importiert, dafür bereits Monate vor dem Fest geschlagen und über weite Strecken transportiert. Doch auch die in Deutschland erzeugten Weihnachtsbäume stammen überwiegend aus Plantagen. Das sind Monokulturen, in denen die Bäume in Reih und Glied unter Einsatz von viel Dünge- und Pflanzenschutzmitteln hochgepäppelt werden. Nordmanntannen stammen aus dem Kaukasus. Für die einheimische Insekten- und Vogelwelt ist das ein uninteressanter Baum, anders als Rotfichte und Weißtanne, die hier heimisch sind. Natürliche Schädlingsbekämpfung kann also nicht stattfinden! Gräser, Kräuter und Stauden, die normalerweise unter einem Nadelbaum wachsen, werden mit Herbiziden weggespritzt. Sie würden den regelmäßigen Wuchs verhindern.

Wer einen Baum aus der eigenen Region kaufen möchte, kann sich zum Beispiel bei den Ämtern für Landwirtschaft und Forsten informieren. Hier gibt’s Informationen zu den Ansprechpartnern des nächsten Forstreviers. Oft haben Forstreviere und private Waldbesitzer einen eigenen Weihnachtsbaumverkauf oder sie bieten Christbäume sogar zum Selberschlagen an.

Zudem gibt es Bäume die nach den Kriterien des neu geschaffenen Siegels "Fair Forest" gezogen wurden,- mit einer Reduzierung der Spritzmittel. Das neue Label ist aber nicht vergleichbar beispielsweise mit dem EU-Bio-Siegel, denn Öko ist nicht Bio: „ein Weihnachtsbaum nach Bio-Kriterien würde viel teurer sein, und der entspricht sicher nicht den optischen Standards der Verbraucher. Der Aufwand sei nicht machbar bei einem Massenprodukt, zumal die Menschen für die Bäume nicht mehr bezahlen wollen“, so die Meinung der Baumzüchter.

Tipp: Ein gekaufter Baum sollte in einem Eimer mit Wasser gestellt werden. Ein angespitzter Weihnachtsbaum kann im Gegensatz zu einem glatt geschnittenen Baum in einem Baumständer kein Wasser mehr aufnehmen und dadurch trocknet der Baum im warmen Raum viel schneller aus.

Ein längerer Transport des unverpackten Baumes auf dem Autodach bei kalter Witterung sollte vermieden werden, denn der Baum erfährt eine Art Gefriertrocknung und verliert beim Aufstellen in der Wohnung gleich die Nadeln.

Rote kleine Pusteln auf der Haut, nach dem man mit den Nadeln in Berührung kam, lassen sich auf eine Behandlung des Baumes mit Spritzmitteln und /oder Wachs gegen Austrocknung zurückführen.

Quellen:
http://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/christbaum-weihnachtsbaum-bio-100.html
http://robinwood.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Wald/Weihnachtsbaeume/oeko-weihnachtsbaum-2014.pdf

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