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Wusstest Du schon, dass manchmal weniger mehr ist und warum das vor allem auf Lebensmittel zutrifft?


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Abbildung dass manchmal weniger mehr ist und warum das vor allem auf Lebensmittel zutrifft? Die allgemeine Aussage, dass „ein Apfel pro Tag den Arzt erspart“ gilt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr, da Neuzüchtungen weniger Nährstoffe enthalten. Es müssten nunmehr drei Äpfel gegessen werden, um dieser Aussage gerecht zu werden. Es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass pflanzliche Produkte aus ökologischer Landwirtschaft eine höhere Nährstoffdichte besitzen und zudem mehr sekundäre Inhaltsstoffe, z. B. Antioxidantien, entwickeln.

Auch besteht ein qualitativer Unterschied, ob man eine Pizza selbst über den Hefeteig und den ausgesuchten frischen Belag herstellt, oder solch ein Produkt als Fertigpackung kauft.

Es gibt ein Gemüse, was im gegarten Zustand einen besseren Nährwert hat als im rohen Zustand: die Tomate, z. b. als Tomatenmark, da der sekundäre Inhaltsstoff Lycopin als Antioxidans aufgeschlossen ist und somit für den Esser besser verwertbar ist.

Fische aus Zuchtanlagen können nur so schmecken, wie ihr Fischfutter zusammengesetzt ist. Bio-Karpfen brauchen nicht gefüttert zu werden, denn sie ernähren sich von den Kleintieren im Wasser und damit ist die Fleischbeschaffenheit wesentlich fester, als wenn diese zusätzlich bei höherer Besatzdichte mit Roggen gefüttert werden.

Weidekühe enthalten in ihrer Milch mehr Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im richtigen Verhältnis und konjugierte Linolsäure (CLA), als Tiere mit Kraft- und Silagefutter, das meist aus der Maispflanze hergestellt wird. Und somit entsteht bei Grasfütterung ein gesünderes Milchfett.

Lange Zeit nach dem zweiten Weltkrieg haben wir unseren Wohlstand durch den Verbrauch großer Mengen an Fleisch zum Ausdruck gebracht. Nach der Aussage des neusten Fleischatlas 2014 ist unser Fleischverzehr inzwischen rückläufig. Auch ist es inzwischen ein Trend Vegetarier zu sein und das auf der Grundlage der ökologischen Erzeugung.

Um in U.S.A. ein marmoriertes Rindfleisch zu bekommen, wird ein acht Monate altes Kalb innerhalb von sechs Monaten mit der unnatürlichen Fütterung mit Maiskörnern zur Schlachtreife gebracht (ein Wiederkäuer verträgt keinen Stärkebrei, denn dafür ist der Pansen mit seiner Mikroflora nicht geeignet, und er führt zu einer Übersäuerung des Pansen, was durch Medikamente ausgeglichen werden muss).

Eine Rindermast unter ökologischen Bedingungen dauert bei uns 2,5 - 3 Jahre. Die Japaner legen mit den Kobe-Rindern (Aufzucht der japanischen Rinderrasse in der Provinz Kobe) noch einen höheren Qualitätsanspruch an das Fleisch fest. Diese Rinderrasse speichert den Fettanteil nicht als Rand über der Muskulatur ab, sondern im Muskelbereich als Marmorierung und enthält zudem einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Für gute Qualität werden sehr hohe Preise erzielt.

Inzwischen gibt es auch das japanische Rind (= Wagyu) in Europa/Deutschland aus eigener Zucht zu kaufen. Das Filet kann bis zu 600 € das Kilogramm kosten. Auch Kreuzungen des Wagyu-Bullen mit anderen Rinderrassen ergeben eine gute Fleischqualität, wobei die Aufzucht ebenfalls nach ökologischen Methoden erfolgt.

Langsames Wachstum, lange Reifungszeit, längere Aufzucht ist kostenintensiver, aber der Preis zahlt sich schlussendlich aus.

Quelle: http://www.wagyuverband.com/wagyu.htm


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