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Wusstest Du schon, dass man in der Weihnachtszeit mitunter ein Protzbänkchen braucht?


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Abbildung dass man in der Weihnachtszeit mitunter ein Protzbänkchen braucht? Schwibbogen, Lichterspitze und Gotischer Bogen: die Entstehung des Schwibbogens geht auf die erzgebirgischen Bergleute zurück. Diese feierten jedes Jahr am 24. Dezember die Bergmette. Bei einer dieser Bergmetten im Jahr 1740 brachte der Bergschmied Teller einen bogenförmigen Leuchter aus Metall mit. Da im ältesten bekannten Schwibbogen Sonne, Mond und Sterne abgebildet sind, wird allerdings davon ausgegangen, dass der Himmelsbogen nachempfunden werden sollte. Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter in ungerader Anzahl waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen.

Mit dem beleuchteten Schwibbogen im Fenster war eine weitere Symbolik verbunden: das Licht des Schwibbogens sollte den Bergleuten den sicheren Weg zurück ins Heim weisen.

Die im Schwibbogen dargestellten Motive spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wider. Eines der bekanntesten Motive zeigt neben verschiedenen Symbolen zwei Bergleute, einen Schnitzer und eine Klöpplerin und verkörpert damit drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts.

Weitere Varianten zeigen christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte oder den Wald und dessen Tiere. Ein weiteres bekanntes Motiv ist die kleine Rundkirche des für seine Volkskunst bekannten Erzgebirgsdorfes Seiffen.

Ab 1945 wurden die Schwibbögen zunehmend aus Holz gefertigt.

Seit den 1990er Jahren bildeten sich Abweichungen von der traditionellen, halbrunden Form heraus. Die als Dreieck ausgeführte Bauart trägt die Bezeichnung „Lichterspitze“. Als Neuheit seit 2010 finden sich „Gotische Bögen“: diese Form versieht den Bogen mit einer ausgeprägten, mittigen Spitze im Stile eines gotischen Kirchenfensters und wird von den üblichen winterlich-weihnachtlichen Motiven geschmückt.

Stellt man seinen Lichterbogen ans Fenster, kann der Betrachter jedoch die Motive von außen nicht sehen, weil sie durch den Fensterrahmen verdeckt werden. Wird der Bogen auf ein kleines Bänkchen gestellt, kommt er überall voll zur Geltung. Im Volksmund wird diese Bank als Protzbänkchen bezeichnet.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erzgebirgischer_Schwibbogen
http://www.weihnachtsmarktdresden.com/lebendige-geschichte-der-erzgebirgischen-volkskunst-erleben.html

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