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Wusstest Du schon, dass es eine neue App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ gibt?


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Abbildung dass es eine neue App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ gibt? Sie wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entwickelt und enthält Hinweise zu Inhaltsstoffen von chemischen Produkten, Medikamenten, Pflanzen und Pilzen, dem Vergiftungsbild und den Maßnahmen zur Ersten Hilfe. Durch die Möglichkeit, mit Hilfe der App jederzeit direkt den nächstgelegenen Giftnotruf anzuwählen, kann im Vergiftungsfall umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

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Zwei neuere Produktgruppen auf dem deutschen Markt bergen nach Bewertungen der Giftkommission beachtenswerte Gesundheitsrisiken, die möglicherweise noch an Bedeutung gewinnen. Flüssigwaschmittel in wasserlöslicher Folie, sogenannte Liquid Caps, können aufgrund ihres attraktiven Aussehens von Kindern leicht mit Süßigkeiten verwechselt werden. Die Caps enthalten hochkonzentrierte Waschmittel, die schon in kleinen Mengen zu Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot führen können. Eltern sollten daher keine Einzelportionen griffbereit liegen lassen und Nachfüllbehälter nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Auch die neuen Lithium-Knopfzellen für Kleinelektrogeräte bergen wegen ihrer höheren Spannung, Energiedichte und ihrem Durchmesser von ca. 22 mm ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko als die bisherigen kleineren Knopfzellen. Größenbedingt bleiben die Lithiumzellen leichter in der Speiseröhre stecken und können dort durch den hohen Entladestrom verbrennungsartige Symptome mit schwerer Organschädigung verursachen. Im Ausland sind bereits zahlreiche schwere Verläufe und Todesfälle durch diese neuen Knopfzellen bekannt geworden.

In Zusammenarbeit mit den Giftinformationszentren hat die Giftkommission ältere Menschen als bisher zu wenig beachtete Risikogruppe identifiziert. Im hohen Alter, bei bestimmten Erkrankungen und beginnender Demenz leidet der Geschmackssinn, und Ältere können versehentlich sogar größere Mengen schädlicher Substanzen aufnehmen als Kleinkinder. Bei älteren Menschen müssen deshalb mindestens gleichartige Vorsichtsmaßnahmen bei Vergiftungsrisiken ergriffen werden wie bei Kindern.

Quellen: Pressemitteilung des BfR
07/2014 vom 31.03.2014 „ Liquid Caps“
08/2014 vom 25.04.2014 „50 Jahre deutsche Giftkommission“

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