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Wusstest Du schon, dass der Anstieg des Kohlendioxid-Gehaltes in der Luft weltweit unsere Ernährung bedroht?


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Abbildung dass der Anstieg des Kohlendioxid-Gehaltes in der Luft weltweit unsere Ernährung bedroht? Bislang galt ein höherer Gehalt an Kohlendioxid (CO2) in der Luft als Dünger für die Pflanzen und damit der Garant für höhere Erträge.

Forscher der Havard School of Public Health haben durch Untersuchungen an bestimmten Pflanzen und verbunden mit einer Hochrechnung des Kohlendioxid-Gehaltes in der Luft auf das Jahr 2050 eine negative Veränderung der Nährstoffzusammensetzung bei Nutzpflanzen und damit verbunden die Gefahr für Mangelerkrankungen festgestellt.

Schätzungsweise werden dann 2 Milliarden Menschen unter Zink und Eisen Mangel leiden, was einen Verlust von 63 Millionen Lebensjahren jährlich durch Unterernährung entspricht.

Die Verringerung dieser Nährstoffe ist die bedeutendste Gefahr für die Gesundheit, die durch den Klimawandel verursacht wird.

Die Forscher analysierten Daten aus 41 Sorten von Getreide und Hülsenfrüchten von C3- und C4- Pflanzen (unterschiedliche Photosynthese der Umwandlung von CO2 in Kohlenhydrate und Sauerstoff) von sieben verschiedenen Standorten in Japan, Australien und den Vereinigten Staaten. Die getestete Nährstoffen-Konzentrationen bezogen sich auf die essbaren Teile des Weizens und Reis (=C3 Körner), Mais und Mohrenhirse (=C4 Körner), Sojabohnen und Felderbsen (=C3 Hülsenfrüchte).

Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Abnahme in den Konzentrationen von für uns essentiellem Zink, Eisen und Eiweiß in C3 Körnern. Zink und Eisen waren bei den Hülsenfrüchten auch deutlich reduziert; Eiweiß dagegen nicht.

C4-Pflanzen (Mais und Mohrenhirse) scheinen nach den Untersuchungen weniger betroffen von höheren Kohlendioxid-Gehalten zu sein, da diese möglicherweise CO2 innerhalb der Zelle für die Photosynthese konzentrieren können.

Die Forscher waren überrascht, dass Zink und Eisen-Gehalte erheblich über die Reis-Sorten variierten. Damit besteht die Möglichkeit für Züchtungen in Getreide-Sorten mit einer geringeren Sensibilität auf die Wirkung des erhöhten CO2-Gehaltes.

Neben Anstrengungen zur Senkung der CO2-Emissionen, der Züchtung von Sorten mit reduzierter Sensibilität für CO2, könnte Biostärkung von Kulturpflanzen mit Eisen und Zink, Nahrungsergänzungsmittel für Bevölkerungsgruppen, die am stärksten betroffenen sind, zur Verringerung der gesundheitlichen Auswirkungen dieser klimatisch bedingten Änderungen beitragen.

Quellen:
http://news.harvard.edu/gazette/story/2014/05/rising-co2-poses-significant-threat-to-human-nutrition/
aid Newsletters 33/14 vom 13.08.2014

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