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Wusstest Du schon, dass das Ausbringen von Gülle auf die Felder bereits das Grundwasser belastet?


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Abbildung dass das Ausbringen von Gülle auf die Felder bereits das Grundwasser belastet? In der EU sind fast zwei Drittel aller natürlichen Lebensräume überdüngt. Verantwortlich für den Überschuss an Nährstoffen ist vor allem der Stickstoff aus der Landwirtschaft, der als Gülle oder Mineraldünger auf die Felder kommt. Die EU-Kommission hat wiederholt angemahnt, die Stickstoffeinträge zu minimieren .Auf nationaler Ebene muss daher gehandelt werden. Dabei ist die Düngeverordnung ein wichtiger Ansatz, um Luft, Boden und Grundwasser besser vor zu viel Stickstoff zu schützen.

Bei einem vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Projekts, wurden bundesweit an bestehenden Messstellen 2012 und 2013 Daten aus dem Grundwasser erhoben. Jede Probe führte Stickstoff in Konzentrationen, die entweder über dem EU-Schwellenwert für Nitrat (50 mg/l) oder für Ammonium (0,5 mg/l) lag. Auch andere Inhaltsstoffe (Kalium, ortho-Phosphat) deuten auf die deutliche Beeinflussung der Grundwasserbeschaffenheit durch die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen im Zustrom der Messstellen hin.

Bei den 48 Grundwasserproben des Jahres 2012 wurden 20 der 23 Tierarzneimittel-Einzelwirkstoffe in keiner Probe oberhalb der jeweiligen Nachweisgrenze analysiert. Die drei nachgewiesenen Wirkstoffe verteilen sich auf vier Meßstellen in Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen. In Bayern und Sachsen gab es gar keine Funde, auch nicht 2013.

Alle drei nachgewiesenen Einzelwirkstoffe gehören den Sulfonamiden an. Tetrazykline sowie alle anderen Wirkstoffe konnten im Grundwasser nicht nachgewiesen werden. Zwei der drei nachgewiesenen Sulfonamide (Sulfadiazin und Sulfadimidin) wurden in drei Proben (zwei davon in Niedersachsen, eine in Nordrhein-Westfalen) mit einer maximalen Konzentration von 11 ng/l knapp oberhalb der jeweiligen Nachweisgrenze (2 bzw. 1 ng/l) gefunden.

Die Ursache liegt im Antibiotikaeinsatz in der Masttierhaltung, hauptsächlich vom Schwein.

Quellen:

www.umweltbundesamt.de
http://fuer-mensch-und-umwelt.de/

TEXTE 27/2014 Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Forschungskennzahl 3711 23 225
UBA-FB 001897
„Antibiotika und Antiparasitika im Grundwasser unter Standorten mit hoher Viehbesatzdichte“

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