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Wusstest Du schon, dass bestimmte Unkräuter in Lebensmitteln v. a. für Schwangere, Stillende und Kinder sehr gefährlich werden können?


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Abbildung dass bestimmte Unkräuter in Lebensmitteln v. a. für Schwangere, Stillende und Kinder sehr gefährlich werden können? Tees und Salate können unabsichtliche Beimischungen von Pflanzen enthalten, die gegen Schädlinge Fraßgifte (Alkaloide) entwickelt haben. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe: Pyrrolizidinalkaloide (PA) kommen natürlich in einigen Korbblütlern (Asteraceae), Raublattgewächsen (Boraginaceae) und Hülsenfrüchtlern (Fabaceae) vor. Sie werden verdächtigt in hohen Mengen lebertoxisch und krebserregend zu wirken.

Das Verbrauchermagazin des ZDF, WISO, hat am 28.04.2014 berichtet, dass in 10 von 15 Testkäufen von Kamillentees aus Drogerien und Supermärkten z. T. sehr hohe Mengen an PA‘s enthalten waren. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) hatte schon 2013 vor einem zu hohen PA-Gehalt in einigen Kräutertees gewarnt. Durch eine Verbesserung der Erntepraxis von Wildpflanzen von z. B der Kamilleblüte, darf die ebenfalls gelbe Blüte des Jakobs-Kreuzkraut‘s, auch Jakobs-Greiskraut genannt, (Senecio jacobaea) nicht mit gepflückt werden.

In den Kamillentees aus Apotheken wurden keine PA‘s gefunden. Fencheltees sind gleichfalls gering bis gar nicht belastet.

Mit diesem Kreuzkraut kann nach Feststellung der amtlichen Lebensmittelüberwachung auch Rucola verunreinigt sein. Ein großflächiger Anbau wird maschinell geerntet und nach evtl. Reinigung verpackt. Da das mitgeerntete Kreuzkraut dem Rucola ähnlich sieht und somit nicht schnell als Verunreinigung erkannt wird, landet es mit in der Verpackung.

Unbekannte Pflanzenteile in Salaten sind bei der Zubereitung zu entfernen und wegzuwerfen.

Quelle:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-pyrrolizidinalkaloiden-in-lebensmitteln.pdf
http://www.thueringen.de/imperia/md/content/tmsfg/abteilung5/ref53/tllv_kreuzkraut_in_rucola_09_2009neu.pdf
Pharmazeutische Zeitung von 29.04.2014

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