Wenn es in Kita und Schule nicht schmeckt
Coss-Moss Bereich Essen & Trinken Top Beitrag

Über den Umgang mit Mittagsangeboten

05.10.2017 Das neue Kita und Schuljahr hat allerorten begonnen. Neben Spielen und Lernen stehen gemeinsames Frühstücken und Mittagessen auf dem Plan. Der Inhalt der Brotdosen lässt sich selbst bestimmen. Weniger Einflussmöglichkeiten gibt es beim warmen Essen. Nicht immer trifft das Angebot den Geschmack der Kinder. Die VERBRAUCHER INITIATIVE sagt, was Eltern tun können, wenn sich ihre Sprösslinge über die Kita- oder Schulverpflegung beschweren.

"Das will ich nicht essen, ich mag kein gekochtes Gemüse, die Soße ist nicht lecker - solche oder ähnliche Klagen ihrer Kinder über das Essen in Kita oder Schule kennen viele Eltern. Gemeinsam Lösungen und einen Umgang damit zu finden trägt dazu bei, dass die mittägliche Verpflegung nicht zum leidigen Dauerthema in der Familie wird. "Ermuntern Sie Ihre Kinder, zu Hause und auswärts neue Speisen nicht von vorneherein abzulehnen, sondern wenigstens einmal oder idealerweise mehrmals zu probieren", rät Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Selbst wenn das Kind Lebensmittel oder Gerichte zunächst für nicht wohlschmeckend befunden hat, muss das nicht für alle Zeiten so bleiben. Geschmack und Vorlieben entwickeln und verändern sich. Kinder brauchen mehrere Versuche, bis sie zuvor Abgelehntes akzeptieren. "Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es sich bei den Mahlzeiten heraussuchen kann, was es essen mag. Klären Sie dieses Vorgehen mit Erziehern oder Betreuungspersonen ab und machen Sie deutlich, dass Ihr Kind zwar kosten sollte, aber nicht zum Essen gezwungen werden darf", so Borchard-Becker. Mittagsangebote, bei denen Kinder zwischen mehreren warmen Gerichten oder kleineren Speisen wie Salaten oder Wraps wählen können, werden meistens besser angenommen.

"Bleiben Sie gelassen, wenn Ihr Kind mittags nur Kartoffeln gegessen oder sich statt des warmen Essens ein belegtes Baguette gekauft hat. Sorgen Sie bei den anderen Mahlzeiten für Ausgleich, z. B. mit Rohkost zum Knabbern und einem Vollkornbrot oder einer warmen Mahlzeit am Abend", empfiehlt die Ernährungsexpertin. Vom Angebot unabhängig sind Kinder, die sich eine zusammen mit den Eltern bestückte Lunchbox von zu Hause mitbringen.

Wie Kinder ein geeignetes Essverhalten lernen, was sie brauchen, um gut versorgt zu sein und wie Familienmahlzeiten stressfrei ablaufen, beschreibt die VERBRAUCHER INITIATIVE in ihrem neuen Themenheft "Basiswissen Essen für Kinder". Das 16-seitige Heft kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen werden.
WERBUNG
Verwandte Produkte zu dieser Meldung
Quellen:
Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. (Bundesverband)
Bild: © pixabay
zurück zur Übersicht
Das könnte dich auch interessieren
  • Was essen wir da eigentlich? Abbildung

    Was essen wir da eigentlich?

  • Von strikt bis egal Abbildung

    Von strikt bis egal

  • Die Königin der Nüsse Abbildung

    Die Königin der Nüsse

  • Weihnachtsbäckerei wird 2017 teurer Abbildung

    Weihnachtsbäckerei wird 2017 teurer

  • Neue Internet-Plattform von Bund und Ländern Abbildung

    Neue Internet-Plattform von Bund und Ländern

  • Gesundes Kraftpaket Abbildung

    Gesundes Kraftpaket

  • Verbraucher greifen verstärkt zu Abbildung

    Verbraucher greifen verstärkt zu

  • Das wärmt Bauch und Seele Abbildung

    Das wärmt Bauch und Seele