Weniger Lebensmittel wegwerfen
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Das tut auch der Umwelt gut

06.11.2016 Wenn weniger Lebensmittel verschwendet werden, ist das nicht nur ein Beitrag gegen Hunger und Unterernährung in den armen Ländern der Erde. Gleichzeitig verringert sich der Ausstoß von Treibhausgasen, der mit Klimafolgen wie Wetter-Extremen und dem Anstieg der Meeresspiegel verbunden ist. Das hat eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung bestätigt. Die Wissenschaftler hatten weltweit untersucht, mit welchen Nahrungsmittelverlusten in den einzelnen Ländern zu rechnen ist und welche Emissionen damit verbunden sind.

Durch das Bevölkerungswachstum und die Veränderung der Lebensstile werden die Emissionen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung in diesem Sektor bis 2050 voraussichtlich auf bis zu 18 Gigatonnen CO2-Äquivalente ansteigen. Da ist der Anteil, der auf verschwendete Lebensmittel zurückzuführen ist, vergleichsweise gering. Dennoch könnten laut Studie bis zu 14 Prozent der Emissionen relativ einfach vermieden werden, wenn Agrarerzeugnisse beispielsweise besser genutzt oder verteilt werden.

Weltweit gehen jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verloren oder werden verschwendet. Verluste sind überwiegend auf wenig effiziente landwirtschaftliche Infrastrukturen in Entwicklungsländern zurückzuführen. Die Verschwendung wertvoller Nahrung ist dagegen in Industrieländern verbreitet. Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn Schwellenländer wie China und Indien den westlichen Lebensstil übernehmen.

In Deutschland landet jedes achte gekaufte Lebensmittel im Abfall. Das Bundesernährungsministerium setzt sich mit der Initiative „Zu gut für die Tonne“ gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ein. Das Bewusstsein und die Wertschätzung für unsere tägliche Nahrung sollen geschärft werden. Jeder kann aktiv werden und bereits durch geringe Verhaltensänderungen einen Beitrag leisten. Kürzlich hat die Initiative verschiedene Projekte mit dem „Zu gut für die Tonne“-Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet. So wurde zum Beispiel ein Einzelhändler für seine Idee ausgezeichnet, verzehrfähige Lebensmittel nahe und nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums anzubieten. Ein weiteres Unternehmen vermarktet auf regionaler Ebene Obst und Gemüse, das dem Handel zu klein, zu groß oder zu krumm ist.

Weitere Informationen:
www.zugutfuerdietonne.de
aid-Heft „Mein Essen - Unser Klima“
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Quellen:
Heike Kreutz, www.aid.de
Bild: © pixabay
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