Nichts Giftiges für den Familiengarten
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Pflanzen bewusst auswählen

05.08.2016 Kinder sind wissbegierig und erforschen den Garten mit allen Sinnen. Vor allem Zwei- bis Dreijährige entdecken Neues gerne mit dem Mund. Daher ist eine bewusste Auswahl von Pflanzen besonders wichtig, betont die Aktion „Das sichere Haus“ in Hamburg. Manche Gewächse können bei Kleinkindern zu Vergiftungen führen. In einigen Fällen reicht schon das Kauen oder Schlucken geringer Mengen Samen, Beeren oder anderer Pflanzenteile. Andere Arten führen durch Berührungen zu Hautreizungen oder Allergien. Ein Beispiel ist der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), bei dem nach Kontakt mit dem Saft und Sonnenbestrahlung Verbrennungen auftreten können.

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea), Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Goldregen (Laburnum anagyroides), Engelstrompete (Brugmansia suoveolens), Maiglöckchen (Convallaria majalis), Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) und Aronstab (Arum maculatum) sind in allen Pflanzenteilen giftig. Beim Eisenhut kann bereits der Kontakt mit der Haut zu Vergiftungserscheinungen führen. Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus), Eibe (Taxus baccata) oder Stechpalme (Ilex aquifolium) können Kindern gefährlich werden, da die giftigen Beeren eine magische Anziehungskraft ausüben.

Wenn der Nachwuchs alt genug ist, kann man erklären, welche Pflanzen gefährlich sein können. Bis dahin sollten nur unbedenkliche Arten im Familiengarten frei zugänglich sein. Dazu zählen zum Beispiel Kornblume, Schmuckkörbchen (Cosmea), Tränendes Herz oder Kapuzinerkresse. Empfehlenswerte Gehölze sind Ahorn, Linde, Pappel, Felsenbirne und Schlehe.

Falls Ihr Kind beim Spazierengehen oder im Blumenbeet eine möglicherweise giftige Frucht genascht hat, gilt es Ruhe zu bewahren und Pflanzenreste aus dem Mund zu entfernen. Geben Sie dem Kind Wasser zu trinken, aber keine Milch. Milch kann die Aufnahme bestimmter Giftstoffe begünstigen. Nehmen Sie Zweige oder Blütenstände mit zum Arzt, um die Art zu identifizieren. In den meisten Fällen ist das Verschlucken von Pflanzenteilen harmlos und es besteht kein Grund zur Panik. Dennoch sollten Verdachtsfälle beim Arzt oder der Giftinformationszentrale (GIZ) abgeklärt werden.

Wer wissen möchte, welche Pflanzen für Kinder problemlos sind, sondern ganz im Gegenteil besonders geeignet und interessant, wird fündig in der aid-Broschüre „Kinderfreundliche Pflanzen“ fündig. Hier werden 216 Pflanzen ausführlich mit allen Eigenschaften und Besonderheiten vorgestellt.
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Quellen:
Heike Kreutz, www.aid.de
Bild: © pixabay
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