Minze und Pfefferminze
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Was ist der Unterschied?

24.05.2017 Viele bringen mit „Minze“ in erster Linie die bekannte „Pfefferminze“ in Verbindung. Sie hat einen belebenden, scharfen Geschmack, der ein wenig an Pfeffer erinnert. Aufgrund des hohen Menthol-Gehalts ist die Pflanze auch für die Heilkunde interessant. Ein Glas Pfefferminztee kann Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungskrankheiten lindern. Dafür werden einige frische Blätter mit heißem Wasser übergossen. Anschließend den Tee abgedeckt etwa 6 bis 8 Minuten ziehen lassen.

In der Lebensmittelindustrie wird die Pfefferminze zum Beispiel für Kaugummis, Pralinen und Eis verwendet. Sie trägt den wissenschaftlichen Namen Mentha x piperita und soll natürlicherweise aus einer Kreuzung von Krauseminze (Grüne Minze) und Bachminze (Wasserminze) entstanden sein. Insgesamt umfasst die Gattung Mentha aus der botanischen Familie der Lippenblütler rund 30 unterschiedliche Arten und zahlreiche Kreuzungen. Die mehrjährigen, krautigen Pflanzen können 20 bis 100 Zentimeter hoch werden und viele sind in Europa heimisch. Es gibt deutliche Unterschiede im Aussehen, aber auch im Geschmack.

Nicht jeder mag die Schärfe der Pfefferminze, sodass sie zum Kochen und für kalte Getränke nur selten verwendet wird. Dafür sind andere Minzen besser geeignet. Die Grüne Minze wird beispielsweise gerne zum Würzen von Blattsalaten, Chutneys, Fleisch und Fisch verwendet. Die Marokkanische Minze verfeinert Reis, Bulgur und sommerliche Cocktails, während die Schokominze besonders gut zu Süßspeisen passt. Obstsalate erhalten mit fruchtigen Minzen eine besondere Note. Ein Stängel Erdbeerminze in eisgekühltem Mineralwasser ergibt ein erfrischendes Getränk.

Im Garten braucht die Pfefferminze nur wenig Pflege, wenn der Boden humusreich und genügend feucht ist. Sie mag leicht schattige, aber warme Standorte unter Bäumen und vor Sträuchern. Allerdings kann sich die Pflanze rasch im ganzen Garten verbreiten, da sie sich über unterirdische Ausläufer vermehrt. Im späten Frühjahr liefert die Pfefferminze die ersten aromatischen Blätter. Kurz vor der Blüte ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen am höchsten. Die beste Zeit für die Ernte sind die frühen Morgenstunden, da der Gehalt an ätherischem Öl bis zum Abend abnimmt. Die Stängel werden samt Blättern kurz über dem Boden abgeschnitten und in Büscheln zum Trocknen aufgehängt. So lässt sich das feine Minzaroma ganzjährig konservieren.

Weitere Informationen: Heft „Heil- und Gewürzpflanzen aus dem eigenen Garten“
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Quellen:
Heike Kreutz, www.bzfe.de
Bild: © pixabay
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