Mein Herz für Energy!?
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BZfE Filmclip über mögliche Folgen von zu viel Energydrinks

10.08.2017 Wie gehen Jugendliche eigentlich mit Energydrinks um? Wie riskant schätzen sie die süße Koffeinbrause ein? Die Verbraucherschutzredaktion des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) wollte es genauer wissen und hat sich mit einem Filmteam auf den Weg gemacht. Bei der Feldstudie traf das Team einen 17-jährigen Schüler, der zu diesem Zeitpunkt täglich mehrere Dosen Energydrink konsumierte. Er klagte über Atemnot und hatte das Gefühl, dass sein Herz nicht richtig arbeitet. Die Untersuchung beim Herzspezialisten brachte keine guten Nachrichten. Im Ultraschall zeigte sich eine Verdickung der Herzwand.

So etwas könne durchaus durch den hohen Energykonsum entstehen, meinte der Kardiologe. Und wenn er weiter solche hohen Mengen an Koffein zu sich nehmen würde, könnte es zu unvorhersehbar zu Herzversagen kommen. Der Filmclip „Mein Herz für Energy“ begleitet den Protagonisten auf seinem Weg zum Arzt und auch danach. Er hat gute Chancen, dass sich sein Herz wieder erholt, wenn aufhört so viel Koffein zu sich zu nehmen. Die wichtigsten Fragen aber bleiben ungeklärt: War das ein Zufall oder gibt es noch viel mehr junge Menschen, die solche Symptome haben? Was passiert wenn Kinder und Jugendliche jahrelang zu viel Koffein aufnehmen? Bislang gibt es dazu keine Studien.

Schon im Jahr 2012 gehörten in Deutschland über 360.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren zu den chronischen Hochverzehrern von Energydrinks, so eine Verzehrserhebung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA. Sie trinken drei bis fünf Dosen in der Woche. Fast die Hälfte greift sogar täglich zur süßen Koffeinbrause. Rechnet man das Koffein aus Energy-Drinks, Tee und Kaffee, Schokolade und Kakao zusammen, dann überschreiten die chronischen Hochverzehrer die sichere Koffeinmenge um mehr als das Doppelte, heißt es in der EFSA Studie. Seitdem ist der Umsatz von Energydrinks noch weiter angestiegen. Man muss also davon ausgehen dass der Konsum weiter zugenommen hat.
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Quellen:
Gesa Maschkowski, www.bzfe.de
Bild: © pixabay
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