Macht Sport Muttermilch sauer?
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Neue Handlungsempfehlungen für Stillende

05.11.2016 Bewegung nach der Geburt fördert das körperliche und seelische Wohlbefinden der Mutter. Es gibt keine Nachteile für die Muttermilch, das Stillen oder das kindliche Wachstum. Stillenden wird deshalb empfohlen, körperlich aktiv zu sein und sich – je nach persönlicher Verfassung – mit moderater Intensität zu bewegen. Die gerade aktualisierten bundesweit einheitlichen „Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen“ des Netzwerks Gesund ins Leben zeigen Fachkräften in der Elternberatung, wie viel Bewegung nach der Geburt wünschenswert ist und worauf stillende Frauen achten sollten.

Ausreichend Bewegung ist in allen Lebensphasen vorteilhaft. Sie verbessert die Fitness von Herz, Kreislauf und Muskeln und schützt z. B. vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen. Deshalb ist es auch empfehlenswert, bereits möglichst bald nach der Geburt wieder Bewegung in den Alltag zu bringen und sportlich aktiv zu sein.

Das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt Frauen nach der Geburt, ihre körperliche Aktivität an möglichst vielen Tagen der Woche auf mindestens 30 Minuten zu steigern, je nach persönlicher Verfassung. Die Intensität stimmt, wenn die Frau leicht aus der Puste und ins Schwitzen kommt, sich aber noch unterhalten kann (sogenannter Talk-Test). Bei einer solchen moderaten Aktivität steigt auch der Milchsäurewert in der Muttermilch nicht. Doch selbst wenn Mütter sportlich sehr aktiv sind und sich ihre Milch durch höhere Laktatwerte geschmacklich leicht verändert, wird sie vom Säugling akzeptiert.

Bewegung lässt sich gut in den Alltag mit einem Baby einbinden, indem Besorgungen zu Fuß erledigt oder regelmäßige Spaziergänge unternommen werden. Wie oft, wie lange und wie intensiv soll ich mich bewegen? Welche Art von Bewegung ist „richtig“ (Gymnastik, Beckenbodentraining, etc.)? Bei diesen Fragen können sich stillende Frauen von ihren Vorlieben und ihrer Verfassung leiten lassen. Dann kann es auch schon losgehen: Einfach geeignete (Sport)kleidung anziehen, währenddessen auf genug Flüssigkeit (und ggf. Energie) achten und für sich eine ausgewogene Balance von Ruhe und Aktivität finden.

Die aktualisierten Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen des Netzwerks Gesund ins Leben werden von allen relevanten Berufsverbänden und Fachgesellschaften unterstützt. Der Beratungsstandard ist online unter www.gesund-ins-leben.de und als Sonderdruck gegen 3 Euro Versandkostenpauschale erhältlich.

Weitere Informationen: aid-Heft “Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen“

Über Gesund ins Leben:
Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit jungen Familien befassen. Das Ziel ist, Eltern einheitliche Botschaften zur Ernährung und Bewegung zu vermitteln, damit sie und ihre Kinder gesund leben und aufwachsen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert Gesund ins Leben als Teil des Nationalen Aktionsplans IN FORM: www.gesund-ins-leben.de

Über IN FORM:
IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern: www.in-form.de.
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Quellen:
www.aid.de
Bild: © pixabay
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