Kleiner Suppenknigge
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Der Teller darf wieder gekippt werden

06.12.2016 Wer in Gesellschaft eine Suppe isst, sollte mit der Etikette vertraut sein. Der Löffel liegt rechts vom Gedeck und wird nur zu zwei Dritteln gefüllt, bevor man ihn zum Mund führt.

In einem Restaurant serviert der Kellner eine klare Suppe meist in einer Tasse mit Unterteller. Kräuter und Croûtons streut man mit dem dazugehörigen Löffel auf die Bouillon. Ist der Suppenlöffel benutzt, wird er nicht auf dem Tischtuch oder in der Tasse, sondern auf dem Unterteller abgelegt. Eine kleine Tasse mit Henkel darf auch in gehobenen Kreisen mit der linken Hand genommen werden, um den letzten Rest auszutrinken.

Eine Creme- oder Rahmsuppe kommt in der Regel in einem tiefen Teller auf den Tisch. Einlagen wie Teigtaschen, Gemüse oder lange Fadennudeln werden mit dem Löffel oder auch einer Gabel in mundgerechte Teile zerlegt. Für die überbackene Brotscheibe auf der Zwiebelsuppe ist ein Messer hilfreich. Was die Italiener und Franzosen lieben, ist in deutschen Restaurants verpönt – das Brot in die Suppe zu tunken. Legen Sie stattdessen kleine Brotstückchen hinein, die wie eine Einlage gegessen werden.

Übrigens dürfen die Teller auch in feinen Lokalitäten wieder gekippt werden, um die Suppe bis zum letzten Rest genießen zu können. Zu welcher Seite er angehoben wird, ist nicht festgelegt.

Das Abkühlen der heißen Suppe durch heftiges Pusten ist zwar effektiv, aber wenig elegant. Schnell ist auch das Tischtuch oder die Hose bekleckert. Mehr Klasse hat es, die Suppe leicht umzurühren und den Löffel nur zur Hälfte mit der kühleren Suppe am Tellerrand zu füllen. Auch Schlürfen verschafft Abkühlung. Was in vielen asiatischen Ländern gängig ist, gilt in Westeuropa aber als schlechtes Benehmen.

Ansonsten wäre es auch hilfreich, wenn die Suppe schmeckt. Und wem der Knigge zu kompliziert ist, kann auch nach eigenem Gut Dünken seine Suppe zu Hause so essen, wie er oder sie mag.
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Quellen:
Heike Kreutz, www.aid.de
Bild: © pixabay
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