Kalkulationsbeispiel: Umstellen auf Bio in Schulen oder Kitas
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Was kostet es tatsächlich, das Essen in Schulen oder Kitas auf Bio umzustellen?

19.01.2017 Als Hilfestellung bei der Berechnung finden Sie hier ein Kalkulationsbeispiel. In dem Gericht "Kartoffel-Linsen-Eintopf" wurden verschiedenen konventionell erzeugte Komponenten durch biologische Produkte ersetzt und der Preis verglichen. Die Berechnung basiert auf Einkaufspreisen aus dem Jahr 2016 (Mitte des Jahres).

Eine wichtige Größe ist hierbei der Bioanteil bezogen auf den monetären Wareneinsatz. Damit ist gemeint, welchen Anteil die Kosten für die Biozutaten an den gesamten Beschaffungskosten für ein Gericht ausmachen.

Das Gericht enthält die folgenden Komponenten (pro Portion):

80 g Linsen
120 g Kartoffeln
50 g Porree
30 g Möhren
20 g Zwiebeln
10 g Rapsöl
1 Brötchen

Beispiel 1: Biolinsen von Großhändler 1

Bereitet man einen Kartoffel-Linsen-Eintopf mit Biolinsen zu, so entstehen praktisch keine Mehrkosten (Beispiel: Großhändler 1). Ein weiterer Vorteil: Allein durch den Austausch der Linsen besteht der Eintopf - bezogen auf den Wareneinsatz - zu gut 40 Prozent aus Biozutaten.

Link zur PDF-Datei Beispiel 1

Beispiel 2: Biolinsen von Großhändler 2

Um fünf Cent verteuert sich jede Portion, wenn die Biolinsen von einem anderen Großhändler (Beispiel: Großhändler 2) stammen.

Link zur PDF-Datei Beispiel 2

Beispiel 3: Austausch der Möhren durch Biomöhren

Wegen des relativ kleinen Möhrenanteils in der Rezeptur verursacht der Austausch der Möhren quasi keine Mehrkosten.

Link zur PDF-Datei Beispiel 3

Beispiel 4: Austausch der Kartoffeln durch Biokartoffeln

Verwendet man Kartoffeln als Biokomponente, kommt man mit Blick auf den Wareneinsatz auf einen Bioanteil von rund 20 Prozent bei einem Mehrpreis pro Portion von vier Cent. Unterm Strich steigt also der Bioanteil stark – bei gleichzeitig nur geringen Mehrkosten.

Link zur PDF-Datei Beispiel 4

Beispiel 5: Ausschließlich Biozutaten

Die Einkaufskosten verteuern sich gegenüber dem Rezept mit rein konventionellen Zutaten um vierzig Cent, wenn ausschließlich Biozutaten in den Eintopf kommen.

Link zur PDF-Datei Beispiel 5

Fazit:
Generell ist es sinnvoll, in kleinen Schritten umzustellen und mit Zutaten zu starten, die in Bioqualität gut erhältlich und noch dazu kaum teuer sind als konventionelle Produkte. Neben Kartoffeln und saisonalem Gemüse trifft dies in der Regel auf Trockenprodukte wie Nudeln, Reis oder Linsen zu. Da die Preise je nach Saison oft stark variieren, lohnt es sich, die Verkaufspreise verschiedener Lieferanten zu vergleichen. Sie hängen nicht zuletzt von den Einkaufsmengen und den Einkaufsquellen ab.
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Quellen:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / ökolandbau.de
Bild: © pixabay
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