Giftfrei gärtnern ohne Glyphosat & Co.
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NABU rät: Hacke statt Spritze

25.07.2016 Der NABU bittet Hobbygärtnerinnen und -gärtner, auf die Giftspritze gegen Wildkräuter zu verzichten. Denn es gibt gute Gründe im eigenen Garten kein Gift zu versprühen.

„Zwar hat die EU die Entscheidung über die weitere Zulassung von Glyphosat vertagt. Und im Baumarkt oder online sind Roundup und Konsorten teilweise noch bis Ende 2022 erhältlich“, berichtet Volker Weiß vom NABU. „Aber es gibt gute Gründe im eigenen Garten kein Gift zu versprühen.“ Nicht nur, weil Glyphosat möglicherweise krebserregend ist. Sondern auch, weil solche Totalherbizide massiv die biologische Vielfalt bedrohen.

„Die vermeintlichen Wundermittel sind giftig und töten Pflanzen, die auf den ersten Blick vielleicht einfach unerwünschte Unkräuter sind. Verschwinden sie, fehlen jedoch vielen Insekten und Vögeln wichtige Nahrungsquellen. So wird der Ökokreislauf empfindlich gestört“, erläutert Weiß. Und so manche Pflanze ist noch unter ganz anderen Aspekten wichtig: „Brennnesseln etwa sind längst nicht in jedem Garten willkommen. Aber für Tagpfauenauge und Kleinen Fuchs sind sie überlebenswichtig, weil diese Schmetterlinge dort ihre Eier ablegen.“

Einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leistet deshalb, wer statt auf die Giftspritze auf regelmäßiges Hacken setzt. „Jätet man bei trockenem Wetter, wachsen die Pflanzen nicht wieder an“, rät Weiß. Hilfreich kann es sein, den Boden mit einer Mulchschicht zu bedecken. Organische Stoffe wie Rindenmulch, Stroh oder Rasenschnitt helfen vor allem gegen Wildkräuter, die sich über Samen vermehren. Auch wer Wildblumenmischungen und Pflanzen zur Gründüngung einsät, lässt ungeliebten Wildkräutern wenig Raum.

Grundsätzlich rät der NABU allerdings dazu, in Sachen Wildkräuter mehr Gelassenheit walten zu lassen. „Sie gehören einfach dazu, schließlich sind sie Sinnbild für eine gesunde Natur“, sagt Weiß. Auch fürs Auge seien „wilde“ Ecken attraktiv, sobald man sich an die andere Ästhetik gewöhnt habe.
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Quellen:
Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Foto:
© Christine Kuchem
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