Gesunde Ernährung nach Krebs
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Alkohol nein, Gemüse ja

31.01.2017 Nach einer Krebserkrankung ist eine gesunde Ernährung äußerst wichtig. Eine vollwertige Kost mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten kann die Lebenserwartung deutlich erhöhen, hat eine Auswertung von insgesamt 117 Studien und Daten von über 200.000 Menschen gezeigt. Die Teilnehmer kamen überwiegend aus den Vereinigten Staaten, Europa und Asien und wurden für einen Zeitraum von bis zu 16 Jahren begleitet. Die Wissenschaftler hatten unter Leitung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) die Effekte einzelner Lebensmittelgruppen und bestimmter Ernährungsmuster auf die Sterblichkeit von ehemaligen Krebspatienten untersucht.

Wenn sich die Probanden nach einer überstandenen Krebserkrankung „ungesund“ ernährten, stieg das Risiko für einen vorzeitigen Tod um 46 Prozent. Besonders deutlich war dieser Effekt bei Brust- und Dickdarmkrebs nachzuweisen. Als eine „ungesunde“ Ernährung wurde eine sogenannte Western-Diät definiert, die durch einen hohen Anteil an gesättigten Fetten, zucker- und salzhaltigen Lebensmitteln, Weißmehlerzeugnissen und stark verarbeiteten Produkten (z. B. Wurstwaren) gekennzeichnet ist. Dagegen konnte eine „gesunde“ Kost wie eine Mittelmeer-Diät die Sterblichkeitsrate um rund 20 Prozent verringern. Dieses Ernährungsmuster umfasst Getreideprodukte, Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Fisch und ist damit reich an wertvollen Antioxidantien und Ballaststoffen. Antioxidantien schützen den Körper vor freien Sauerstoffradikalen und damit die Zellen vor Schädigungen.

Auch einzelne Lebensmittelgruppen wirkten sich auf die ehemaligen Krebspatienten aus. So ließ ein hoher Alkoholkonsum vor allem bei Menschen, die einen Leber-, Speiseröhren- und Rachenkrebs überstanden hatten, die Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Tod ansteigen. Frühere Krebspatienten erkrankten mit einem um 17 bis 31 Prozent höheren Risiko nochmals an Krebs, wenn sie viel Alkohol tranken. Ein hoher Verzehr von Gemüse und Fisch verringerte dagegen die Sterblichkeit um 14 beziehungsweise 15 Prozent.

Ein gesunder Lebensstil verlängert das Leben und die Ernährungsgewohnheiten scheinen großen Einfluss zu haben, schreiben die Autoren im Fachjournal „Nutrition Reviews“.

Weitere Informationen:

www.dife.de
http://nutritionreviews.oxfordjournals.org/content/74/12/737
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Quellen:
Heike Kreutz, www.aid.de
Bild: © pixabay
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