Sommer, Grillen, Fußball-EM!

Ratgeber rund ums Grillen und BBQ
Bald ist es wieder soweit – ganz Deutschland versinkt im Fußballfieber denn das große EM-Turnier in Frankreich steht bevor. Bei aller Euphorie solltet ihr jedoch auch das leibliche Wohl nicht aus den Augen verlieren.

Was bietet sich da mehr an, als Nachbarn und Freunde zu einem geselligen Barbecue einzuladen? Damit der Grillabend jedoch zum schmackhaften Tiki-Taka statt zur gesundheitlichen Blutgrätsche avanciert, sollten EM-Party-Griller ein paar Dinge beachten.

Mit gutem Gewissen in die Grillsaison starten

Ein gelungener Grillabend fängt bereits bei der Wahl des Grills an. Die meisten Deutschen bevorzugen den klassischen Holzkohlegrill. Wer sein frisch gebratenes Steak mit reinem Gewissen genießen möchte, der sollte auf Holzkohle mit dem Forest Stewardship Council (FSC) Siegel setzen – oder gleich Holzkohle aus Kokosnussschalen oder Olivenkernen nutzen!

Entsprechend ausgezeichnete Holzkohle ist problemlos in Supermärkten, Baumärkten und auch an Tankstellen erhältlich und nicht teurer als anderes Brennmaterial. Dafür ist jedoch garantiert, dass die Rohstoffe aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen und kein Tropenwald unter dem sommerlichen Heißhunger leiden muss.

Elektro- und Gasgrills stellen bekanntermaßen auch gute Alternativen dar – lediglich den Einweggrills sollten Hobby-Grillmeister aufgrund des hohen Müllaufkommens unbedingt die rote Karte zeigen!

Ökologische Grillanzünder in der Offensive – Chemie im Abseits!

Fällt die Wahl auf den Kohlegrill, stellt sich die Frage nach einem geeigneten Grillanzünder. Chemische Brandbeschleuniger sind grundsätzlich zu vermeiden, da sie nicht nur übel riechen und Rauch verursachen, sondern auch die Umwelt und - bei unvollständiger Verbrennung - das Grillgut nicht nur geschmacklich belasten können.

Umweltfreundlich und zugleich unbedenklich sind dagegen Kaminanzünder aus wachsgetränkter Holzfaser. Beigemischte ätherische Öle sorgen für einen angenehmen Geruch und halten gleichzeitig Insekten fern.

Ist der Funke übergesprungen und das Brennmaterial erhitzt, ist Geduld gefragt. Erst wenn die Kohle durchgeglüht ist und sich eine weißliche Ascheschicht gebildet hat, sollte die Zubereitung des Grillguts beginnen. Wer diese Geduld nicht mitbringt läuft Gefahr, dass sich deutlich mehr krebserregende Stoffe als Resultat aus dem Verbrennen (im Vergleich zum Glühen) am Grillfleisch absetzen.

Grillschalen als Joker in der Schadstoff-Defensive

Wer ganz sicher gehen möchte, grillt nicht direkt über der Glut, sondern legt das Grillgut in hitzebeständige Grillschalen. Die gibt es übrigens auch als wiederverwertbare, feste Metallschalen anstelle der wenig umweltfreundlichen Wegwerfvariante aus Aluminium.

Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass Fett oder Marinade in die Glut tropft und für Rauchentwicklung und offene Flammen sorgt. Fleisch oder anderes Grillgut, das in solche Flammen gerät, verbrennt und setzt ebenfalls krebserregende Stoffe frei.

Eine Grillabdeckung, wie sie beispielsweise ein Kugelgrill bietet, sorgt dafür, dass das Grillgut rundum und gleichmäßig in der Hitze gegart wird. Ständiges Wenden wird dem Grillmeister erspart und das Fleisch bleibt saftig und lecker.

Holzkohlegrill, Gasgrill oder Elektrogrill?

Holzkohle

  • + Klassischer Barbecue-Geschmack
    + Niedrige Kosten für Grill und Kohle
    + Portabilität und Ungebundenheit
    -  Starke Rauchentwicklung
    -  Mögliche Bildung krebserregender Stoffe
    -  Umweltbelastung durch Rauch und falsche
        Kohle

Gas-/Elektrogrill

  • + Zubereitung ohne gesundheitliche Risiken
    + Geringe Rauchemission schont Umwelt und
        Nachbarn
    + Erfordert keine lange Vorbereitung
    -  Elektrogrill ohne klassischen Grillgeschmack

Regionales Grillgut beflügelt das Heimspiel

Ob Gemüse, Fisch oder Fleisch – an frischem und hochwertigem Grillgut sollte nicht gespart werden. Regionale, ökologische Produkte sind meistens spürbar leckerer als Massenware aus dem Supermarkt.

Nachhaltigkeit und adäquate Tierhaltung spielen zudem auch in der Grillsaison eine wichtige Rolle.
Dank des COSS-MOSS Bereiches Bio regional lassen sich über die PLZ-Suche problemlos regionale Anbieter finden, die euch mit allem versorgen, was euren Grillabend zum Erfolg werden lässt.

Verantwortungsvolle Wahl des Austragungsortes

Auch wenn die Fußball-WM für spontane Versammlungen von Menschen an den unterschiedlichsten Orten sorgen wird, sollten Grillverbote unbedingt respektiert werden. Viele Gebiete, in denen solche Verbote verhängt werden, zählen gerade bei sommerlicher Trockenheit zu Risikozonen mit besonderer Brandgefahr.

So schön ein Barbecue unter Freunden auch ist – niemand möchte dafür einen Waldbrand riskieren. Wer dagegen alle unsere Tipps beherzigt und sich in gute Gesellschaft begibt, dem sind unvergessliche Grillabende sicher. Wir wünschen allen COSS-MOSS Besuchern guten Appetit und eine spannende Fußball-WM!

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Wusstest Du, dass...
  • ...knapp 70% der grillenden Bevölkerung einen Holzkohlegrill bevorzugen?
  • ...Plastikmüll, der auch durch Einweggeschirr und –besteck verursacht wird, zunehmend unsere Ozeane bedeckt und somit zahlreiche Tiere bedroht?
  • ...flüssige Grillanzünder zu explosionsartigen Verpuffungen führen können, wenn sie auf bereits glühende Kohle gegossen werden?
  • ...Geflügelfleisch auch auf dem Grill immer beliebter wird und der Schweinefleischkonsum rückläufig ist?
  • ...Bier zum Ablöschen der Fettbrandflammen keinen aromatischen Effekt hat, da sowohl der Alkohol als auch der Geschmack von Bier in der Hitze verbrennen?

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