Beim Tee sind Spezialitäten und Premium gefragt
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Beim Tee sind Spezialitäten und Premium gefragt

09.05.2017 Tee entwickelt sich zu einem Zeitgeist-Getränk, das wie kaum ein anderes für die Entschleunigung des Alltags steht. Dabei wird nicht nur nach der Yoga-Stunde, sondern auch in hippen Lounges und in der Spitzengastronomie Tee getrunken. Das Interesse an Spezialitäten und qualitativ hochwertigen Premium-Produkten ist gestiegen, berichtet der Deutsche Teeverband in Hamburg im Jahresbericht 2016. Die Zahlen beziehen sich auf Tee im eigentlichen Sinne, der vom Teestrauch Camellia sinensis stammt und Schwarzen sowie Grünen Tee einschließt.

Der Teekonsum ist auf einem Rekordniveau: Im Jahr 2016 hat jeder Deutsche 28 Liter getrunken. Das liegt auch an den Ostfriesen, die Spitzenwerte von 300 Litern erreichen und damit sogar die Briten mit rund 200 Litern übertreffen. Das wichtigste Erzeugerland für den deutschen Markt ist Indien, gefolgt von China. Gemeinsam liefern sie rund die Hälfte der gesamten nach Deutschland importierten Teemenge.

Die Mehrheit der Verbraucher kauft ihren Tee nach wie vor im Lebensmitteleinzelhandel und Discounter (53 %). Rund 18 Prozent der Teetrinker schätzen die professionelle Beratung in einem Teefachgeschäft. Über die Gastronomie und den Großverbraucher werden weitere 5 Prozent vertrieben, während 4 Prozent über den Direktversand zum Verbraucher gelangen.

Die Welt des Tees ist abwechslungsreicher geworden. Klassiker wie „English Breakfast Tea“ und die „Echte Ostfriesische Mischung“ sind nach wie vor beliebt, aber gleichzeitig kommen viele neue Geschmacksrichtungen auf den Markt. Auch das Qualitätsbewusstsein steigt. Tee wird hochwertiger veredelt und erobert auch das Premiumsegment. Der Konsum von Grüntee hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2016 konnte Schwarztee aber wieder zulegen, sodass das Verhältnis von schwarz zu grün nun 72 zu 28 beträgt. Im Jahr 2015 lag es bei 70 zu 30. Zudem entscheiden sich die Deutschen immer häufiger für Tee aus kontrolliert-biologischem Anbau. Der Anteil am Gesamtverbrauch hat von 6 Prozent auf 7,5 Prozent zugenommen.

Auch bei der Verpackung ist die Auswahl größer geworden. Der Verbraucher kann zum Beispiel losen Tee fertig portioniert für eine Tasse im Pyramidenbeutel oder im „Masterbag“ für Premiumqualitäten kaufen. Allerdings hat sich das Verhältnis von losem Tee zu Teebeuteln, zu Hause und auswärts getrunken, mit 60 zu 40 kaum verändert.

Das Bundeszentrum für Ernährung informiert über Tee – von der Erzeugung bis zum Verbraucherschutz – auf https://www.bzfe.de/inhalt/tee-28486.html und in seiner Broschüre „Kaffee, Tee und Kakao“.
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Quellen:
Heike Kreutz, www.bzfe.de
Bild: © pixabay
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